über mich

- geboren in Mainz
- im Wonnemonat Mai
- vor nicht mehr ganz jungen Jahren
- wegen der Kriegsereignisse von Mainz nach Bogel/Taunus gezogen
- in Nastätten zur Kommunion gegangen
- lange Jahre Pfarrjugendführer und Messdiener
- 19 Jahre im Kleinbahnhof in Bogel mit meiner Mutter gewohnt;
- mein Vater ist 1941 bei Moskau gefallen
- in St. Goarshausen von der Sexta bis zur Untersekunda das Gymnasium (privates Institut Hoffmann )    besucht.
- drei Jahre das Eichendorffgymnasium in Koblenz besucht
- Abitur gemacht und Studium zum Volksschullehrer (auch einklassige Volksschulen noch kennen             gelernt)
- 1961 nach St. Goarshausen /Rhein gezogen
- 1965 erste Lehrerstelle in Dahlheim/Taunus in einer zweiklassigen Volksschule
- seit 1966 verheiratet mit Bruni, geb. Rech,
- 2 Söhne : Andreas und Oliver
- 1971 nach Mayen an die Realschule gewechselt als Lehrer für Mathematik und Physik
- später noch das Fach TZ hinzugenommen
- lange Jahre Arbeitsgemeinschaften in Foto und Video unterrichtet
- seit 1980 beratender Lehrer der Schülerzeitung „Die Glocke
- seit Anbeginn der Schülerzeitung mit dem Computer gearbeitet
- Leitung zweier Arbeitsgemeinschaften Schülerzeitung und schuleigene Homepage
- seit 31.07.05 in den Ruhestand verabschiedet

Albert-Schweitzer-Realschule verabschiedet langjährigen Kollegen

 

 Peter Ott beendet den aktiven Schuldienst

 

Über viele Jahre hinweg hat er die pädagogische Arbeit der Realschule mitgeprägt. Ein Berufsleben lang hat er sich eingesetzt für die Erziehung und Bildung junger Menschen in seinen Fächern Mathematik, Physik und Technisches Zeichnen.

Die Schulleiterin Christa Steinebach stellte in einem Rückblick das große Engagement des Kollegen dar.

Der Lotse geht von Bord – damit griff Christa Steinebach die aktuelle Ausgabe der Schülerzeitung auf – und dankte Herrn Ott für sein Wirken an der Schule. Peter Ott habe mit dem Redaktionsteam das Bild der Schule und die Öffentlichkeitsarbeit geprägt. Herausragend sei das hohe Niveau der Schülerzeitung, das bereits durch viele Preisverleihungen belegt worden sei. Als Teamplayer in den Bereichen Schülerzeitung, Foto-AG und Video-AG sei es immer sein Bestreben gewesen, Kinder und Jugendliche zu mündigen Bürgern zu erziehen. Bezüglich neuer Medien habe er die Medienkompetenz der Schüler gefördert und die Angebote für die Schülerinnen und Schüler ständig aktualisiert bis hin zu einer Computerlotsen-AG. Als Dankschön präsentierten die Computerlotsen unter der Leitung des ehemaligen Schülers Alexander Lambertz eine DVD über die Bildungs- und Erziehungsarbeit der Albert-Schweitzer-Realschule.

Lothar Rosenbaum, Vorsitzender des Schulelternbeirates, kam eine besondere Aufgabe zu. Er verabschiedete im Namen der Eltern seinen ehemaligen Lehrer und gewährte den Gästen Einblicke in die vergangene Schulzeit. Herr Ott sei ihm bis heute Hilfe und Vorbild gewesen. Gerne erinnere er sich an die Realschulzeit, besonders an die Foto-AG. Zum Abschied überreichte er Herrn Ott Fotos aus der ersten Foto-AG zum Thema „Eifelschau und „Wahlkampagne 1976.

Mit einem multimedialen Rückblick – mit Bildern und Musik aus einer längst vergangenen Zeit - verabschiedete sich das Kollegium, insbesondere die Fachschaft. Wolfgang Weidenbach überreichte seinem Kollegen auf beeindruckende Weise einen musikalisch-literarischen Blumenstrauß.

Die Schulgemeinschaft der Albert-Schweitzer-Realschule wünscht Peter Ott alles Gute, vor allem Gesundheit und Kraft zum Neubeginn.

 

Text: Barbara Stenz

Fotos: Bruni Ott

Wolfgang, ein treuer Freund, bei seinem Abschiedsständchen. An meiner Seite Jutta, die ebenfalls dieses Jahr verabschiedet wurde.

Und dann der Lehrerchor, ein Ohrenschmaus, mit den beiden Vorsängern Hille Mohr-Schroers und Wolfgang Weidenbach.

Christa Steinebach ( Rektorin der Albert-Schweitzer-Realschule )und Peter Ott nach einer gelungenen Feier.
Mit Frau Steinebach verband mich ein herzliches Verhältnis.
Frau Steinebach verstarb leider am 02.12.06 nach einem schweren Leiden.                            

Mein Ruhesitz, ein Liegestuhl von dem Kollegium präsentiert von Achim Wenzel, Sabine Mohr, Monika Schütz und Edeltraud Bachem

Ich nehme Abschied von einem wunderbaren Kollegium, was mir in meiner langen Dienstzeit von 34 Jahren immer viel Freude bereitet hat.

Meine ersten Jahre als Junglehrer in Dahlheim bei St. Goarshausen

40 Jahre sind vergangen seit ich als junger Lehrer nach Dahlheim im Taunus kam, genau im September 1965 und löste dort einen älteren Lehrer namens Wolf ab. Vor mir saßen 55 Kinder, mucksmäuschenstill in einer Klasse im Alter von 6-10 Jahren. Heute undenkbar, aber damals die Regel bei einer zweiklassigen Schule.
Ich hatte mein eigenes Schulhaus mit einer Lehrerwohnung darüber, war 25 Jahre alt und hatte eine nette und hübsche Verlobte aus dem Kölner Raum, genau von Bensberg. Die Wohnung musste noch umgebaut werden, ein Badezimmer mit Kohleofen wurde eingebaut. Der Klassensaal selbst hatte einen Art Kanonenofen, der mit Holz und Kohle heheizt wurde. Der lehrer saß noch am Katheder und die Kinder in Banken mit schräger Schreibunterlage und einem Tintenfass im oberen Teil.

Der Klassenraum wurde sehr bald mit neuem Mobiliar versehen. Bänke von der Schule in Dachsenhausen, die dort ausgemustert wurden! Auch das Katheder kam auf den Speicher, es nahm in der Klasse nur Platz weg, der so dringend gebraucht wurde für die große Kinderschar.

Der Schulhof war mit sogenanntem Split versehen, das bedeutete, dass es beim Hinfallen tiefe Verletzungen am Knie gab. Ab 29. Januar hatte ich eine Krankenschwester in der Lehrerwohnung. Meine Verlobte war jetzt meine Frau, wir hatten auf dem Standesamt in Dahlheim geheiratet und sie war examinierte Krankenschwester. Aber bald konnte sie auch die vielen Verletzungen nicht mehr sehen. Heute hat der Platz einen feinen Rasen. Auf die Idee hätte man damals auch schon kommen können.

Der Klassenraum wurde total umgestaltet. Neue Bilder kamen an die Wände, auf den Fensterbänken standen jetzt Terrarien mit Kriechtieren, Eidechsen, Lurchen, kurzum allem, was für den Heimatkundeunterricht gebraucht wurde. Selbstverständlich kamen alle Tiere nach dem Anschauungsunterricht wieder in die Freiheit. Igel, Siebenschläfer und Vögel fanden vorübergehend Heimat und wurden gemeinsam aufgepäppelt. Vor der Eingangstür entstanden Volieren für 60 Vögel. Und dann war da noch ein kleiner Fuchs, der im Wald gerettet wurde, weil seine Mutter tot war. Liebevoll wurde er mit der Flasche groß gezogen. Auf den Spaziergängen nahm man ihn an der Leine mit.
Dann musste ein Sandkasten mit einem Blecheinsatz gebaut werden. In ihm wurde in Heimatkunde das ganze Dorf aufgebaut. Jedes Haus war aus Kreide geschnitzt und anschließend legte man eine Glasplatte darüber. Jetzt wurden hier die Umrisse nachgefahren und fertig war die Landkarte vom Dorf.
Die Terassenbildung am Rhein bei Kamp-Bornhofen und der Gleithang bei Filsen wurden ebenfalls am Sandkastenmodell in ihrer Entstehung gezeigt. Man brauchte ja nur den Sandksten schief zu stellen und Wasser aus einer Gießkanne hineinzugießen. Das Wasser bahnte sich einen Weg und grub sich immer tiefer ein. So wurde der Heimatkundeunterricht sehr anschaulich gestaltet.
Auch Fahrten an den Rhein und zu den Vulkankegel der Eifel standen auf dem Programm. Dabei entstand ein Film Der Krufter Ofen.

Besonders schön waren die Karnevalstage in Dahlheim. Hier wurde richtig Karneval gefeiert mit Schwerdonnerstag und einem Möhnenumzug, mit Bällen in der Halle vom Gasthaus Struth oder bei Hemmischs im Saal. Unvergessen die Karnevalssitzungen bei denen ich Präsident sein durfte und meine Frau tatkräftig hinter der Bühne die Akteure schminkte.

Unvergessen auch die Tischtennismannschaften bei der Jugend und den Senioren. Es ging über Land zu den einzelnen Spielen und allen bereitete es großen Spass.

Die Zeit in Dahlheim ist mir in bleibender Erinnerung geblieben. Aus diesem Grunde lud ich am 23. Juli 2005 meine erste Klasse aus 1965 ein, mit mir meinen Abschied zu feiern. 2/3 von den 55 Schüler und Schülerinnen kamen mit ihrem Anhang in den alten Steinbruch. Es waren 72 Personen und wir feierten bis tief in die Nacht. Das war ein Klassentreffen der besonderen Art. Wunderschön und unvergessen. Ein guter Geist, Doris Schmitt aus Dahlheim hatte geholfen, alle Schüler ausfindig zu machen.

 

Karneval in Dahlheim 1970 ??

Eine kleine Bildnachlese der Klassenfeier im Steinbruch zu Dahlheim 2005